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Die wichtigsten Tipps zum Kreativen Schreiben

39 Regeln, Empfehlungen, Warnungen – für die Arbeit am Text

Paul Schuster, „Nestor der deutschen Schreibbewegung“, hat als Schriftsteller, Übersetzer und Kritiker publiziert und zahlreiche Schreibwerkstätten unter anderem in Volkshochschulen, an der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, in Strafvollzugsanstalten, während der Luxemburger Sommerakademie und in seinen Dorstädter Schreibwochen gehalten. Seine in Kreatives Schreiben lernen erstmals veröffentlichten Regeln, Empfehlungen, Warnungen beruhen auf dreißigjähriger Erfahrung und Praxis aus seiner Arbeit. (Urheberrechtlich geschützt)

1 Beschränkung
Nehmen Sie sich - auch wenn Sie einen noch so großen Stoff vor sich haben - immer nur ganz wenig vor. Beschreiben Sie nicht die Tonne, sondern das Pfund; nicht das Jahr, sondern eine Stunde daraus; nicht den Quadratkilometer, sondern den Quadratmeter. Nicht die ganze Stadt, sondern ein Treppenhaus, eine Straßenkreuzung, einen Nachbarn! (Beispiel: Landkarten in unterschiedlichen Maßstäben)

2 Zeit
Bedenken Sie, daß Schreibzeit und Lesezeit bei gleicher Zeilenzahl zwei unterschiedliche Zeiten sind! Zehn Zeilen lassen sich mühelos in einer Minute lesen - aber um zehn Zeilen zu schreiben, braucht man oft eine Stunde und mehr! Wichtig ist nicht das Ankommen, wichtig sind die ersten Schritte!


3 Es muß nicht fertig werden!
Wichtig ist nicht, daß Sie bei der Arbeit an Ihrem Text zu einem Abschluß kommen! Sie müssen keinen fertigen, benotungsreifen Text abgeben - wie in der Schule. Es ist immer besser, die Arbeit zu unterbrechen als auf ein Ende hin zu arbeiten. Sie ziehen sich damit nur eine Zwangsjacke an. Konzentrieren Sie sich auf den einzelnen Satz. Auf die sprachliche Qualität kommt es zunächst an - noch nicht auf ein in sich geschlossenes Ganzes.


4 Schreibtempo
Alle Eile kommt vom Teufel (arabisches Sprichwort), Schreiben Sie nicht zu schnell, gewöhnen Sie sich an, jeden Satz erst in Gedanken zu formulieren, bevor Sie ihn niederschreiben! Stellen Sie sich einen Schreibtachometer vor, der die Anzahl der Buchstaben pro Zeile anzeigt; springt die Nadel über 100, dann schalten Sie auf 50 herunter.


5 Notwendig - überflüssig
Wägen Sie immer ab, was notwendig und was überflüssig ist, was Sie brauchen und was Sie nicht brauchen. 'Getretner Quark wird breit, nicht stark.' (Goethe)


6 Adjektivitis
Gehen Sie sparsam mit Adjektiven um! Vermeiden Sie subjektive, behauptende (herrlich, wild, artig, schrecklich, unheimlich, gut, böse, toll, grauenhaft, phantastisch usw,) - sie sagen bestenfalls etwas über die Einschätzungen und Empfindungen des Verfassers aus, aber nichts über die beschriebene Sache oder Situation. Beschränken Sie sich grundsätzlich auf objektive, zeichnende (groß und klein, kalt und heiß, schwer, trocken, dunkel und leicht, feucht, hell - sie bringen dem Leser das Beschriebene nahe, machen es sinnlich erfaßbar.


7 Grundform
Bedenken Sie, daß jedes Wort in seiner Grundform stärker ist als alle abgeleitete Wortbildungen. 'Als sie sich kämmte, ...' ist stärker als 'Beim Kämmen...', 'Behutsamkeit' ist schwächer als 'behutsam', 'unter Beweis stellen' schwächer als 'beweisen'.


8 Sammelbegriffe
Sammelbegriffe - in Sachtexten, wissenschaftlichen Arbeiten unumgänglich - sagen weniger aus als Einzelbenennungen. Einen Garten, in dem 'Unkraut wuchert' kann man sich schwerer vorstellen, als einen Garten, in dem 'Brennesseln und Schierling wuchern'. Spinnen und Kakerlaken sind wirklicher als Ungeziefer.


9 Schulregeln
Vergessen Sie, was Sie in der Schule gelernt haben. Das gilt selbstverständlich nicht für die Grammatik, die Rechtschreibung und die Zeichensetzung. Es gilt aber für sämtliche Kompositionsregeln und -empfehlungen (vorgegebene Aufbaumuster, Grundsätze der Erörterung und Textanalyse, Eingrenzung des Themas usw). Literatur entsteht nicht aus Imitation, sondern aus Opposition. Will man, was in der Kunst des Schreibens erlernbar ist, lernen, so muß man sich von vorgegeben Mustern befreien. Nur so gelangt man vom eigenen Stoff zum eigenen Stil. Stil ist das unverwechselbar Eigene, Persönliche. Das Schreibseminar ist im wesentlichen ein Training im Verlernen.


10 Geschraubtes - das Ohr!
Vermeiden Sie alles Geschraubte und Umständliche! Man kann zwar nicht so schreiben, wie man redet; aber so, wie man nicht reden würde, sollte man auch nicht schreiben! Setzen Sie Ihr Ohr als Kritiker ein: Lesen Sie sich laut vor, was Sie geschrieben haben. Und fragen Sie sich, was Ihr Kind, Ihr Mann (Freund), Ihre Frau (Freundin) sagen würden, wenn sie Sie so sprechen hörten. Hüten Sie sich vor Floskeln, Klischees, Sprachfertigteilen!


11 Kommentar
Kommentieren, begründen und erklären Sie nicht, was Sie schreiben. Wenn das Geschriebene nicht durch sich selbst überzeugt, dann nützen auch Ihre Begründungen, Erklärungen und Kommentare nichts. Der Leser mag nicht geschulmeistert werden, überlassen Sie's ihm, Ihren Text auszulegen.


12 Zeigen
Zeigen Sie! Aber nicht auf sich selbst. Was Sie selber gesehen, gehört, gefühlt und gedacht haben, kann andere nur dann ansprechen (anzupfen), wenn Sie es für Ihren Zuhörer, Ihren Leser sichtbar, hörbar, fühlbar, denkbar machen.


13 Gefühle
Ein häufiger Irrtum besteht in der Vorstellung, man könne Gefühle beschreiben. Man kann sie nicht beschreiben, aber man kann sie übertragen, vermitteln, indem man die Umstände beschreibt, die sie ausgelöst haben, oder indem man sie über ein Bild ausdrückt.


14 Vorbilder
Lernen Sie von den Großen, aber versuchen Sie nie, deren Stil zu imitieren. Bedenken Sie, daß alle Großen dadurch groß geworden sind, daß sie ihre eigene Sprache gefunden haben.


15 Lektüre
Lesen Sie täglich! Nicht die Bestseller sind es, an denen Sie sich orientieren sollten, sondern die Werke, die ihre Zeit um mindestens zwei Generationen überdauert haben: aus der Antike, der Klassik, des vergangenen Jahrhunderts - auch Übersetzungen aus anderen Sprachen. Und lesen Sie kritisch, achten Sie dabei mehr auf das Wie als auf das Was, mehr auf die Form als auf den Inhalt. So wird Lektüre immer auch zu Ihrem persönlichen Gewinn.


16 Phantasie
Phantasie ist nicht Geflunker sondern Genauigkeit. Nicht an der freien Erfindung läßt sich die Phantasie ermessen (freie Erfindung gibt es gar nicht), sondern allein an der Fähigkeit, etwas, das dem anderen unbekannt ist, so zu beschreiben, daß er es vor sich sieht. Die Phantasie ist ein Kind der Empathie (vgl. Satz 22).


17 Sinnlichkeit
Lassen Sie Ihre Sinne mitschreiben. Was Auge und Ohr, Nase, Mund und Haut an Welt wahrnehmen, das können Sie nur vermitteln, wenn Sie sich an Auge und Ohr , Nase, Mund und Haut Ihres Lesers (Adressaten) wenden. Bedenken Sie: Die Sinne des Lesers wollen gefüttert werden! Sinnlichkeit baut die besten Brücken zum Leser (vgl. Satz 19).


18 Eigenwahrnehmung -Fremdwahrnehmung
Wenn Alkoholiker, Fixer, Strafgefangene, Schwangere, Dealer, Jäger behaupten, daß Sie niemals über sie schreiben könnten, wenn Sie nicht selber süchtig oder Gefangener oder Dealer oder Jäger oder schwanger waren, trifft das gewiß für deren eigene Erfahrung zu. Dennoch können Sie jedem entgegenhalten: Ich weiß zwar nicht, was und wie du erlebt und erlitten hast, aber ich weiß wie es ist, wenn man mit einem Süchtigen, einer Schwangeren, einem Dealer zu tun hat, das aber kannst du nicht wissen. Eigenerfahrung und Fremderfahrung decken sich nie.


19 Adressat
Suchen Sie sich einen Adressaten! Fragen Sie sich immer, wenn Sie zu schreiben beginnen, wen sie damit erreichen, wem Sie es vermitteln möchten. Das können bestimmte Menschen oder Gruppen sein, die Ihnen vertraut sind, die Sie kennen.


20 Perspektiven
Halten Sie die Perspektiven auseinander: Die Personen einer Geschichte dürfen (sofern es sich nicht um Ich-Texte handelt) umständlich, geziert, pathetisch, fehlerhaft reden; sie lassen sich durch ihre eigene Sprache, ihr eigenes Denken, ihre eigenen Hirngespinste charakterisieren - die Sprache, die Einstellungen des Autors hingegen müssen sich deutlich von denen seiner Personen unterscheiden. Wilhelm Busch ist nicht Max und Moritz, Thomas Mann nicht Moses und John Cleland nicht Fanny Hill.


21 Erfindung und Erfahrung
Bei aller Freiheit der Kombination, Vermischung, Vertauschung von Personen, Zeiten, Örtlichkeiten muß das Geschriebene sachlich stimmen, plausibel sein. Am sichersten gehen Sie, wenn Sie sich auf Ihre eigenen Kenntnisse und Erfahrungen verlassen. Statten Sie Ihre Personen mit ihren eigenen Kenntnissen aus. So wirkt Ihr Text authentisch - auch bei freier Erfindung.


22 Kompetenz und Empathie
Die beiden Schienen des Gleises, auf dem sich alles, was Sie schreiben, bewegen muß: Kompetenz und Empathie. Die Kompetenz besteht in lhrem eigenen Wissen, Ihrer eigenen Erfahrung - hüten Sie sich vor dem Gebrauch von Begriffen, die Sie nicht definieren könnten (Vorsicht vor Fremd- und Modewörtern!). Lassen Sie sich nur auf das ein, was Sie kennen, bleiben Sie in Ihrer eigenen Welt, sie ist groß genug! Empathie bedeutet Einfühlungsvermögen. Sie ist in zweifacher Hinsicht unerläßlich: Sie müssen sich in jede Person, über die Sie schreiben, hineinversetzen; und Sie müssen sich in den Leser hineinversetzen. Urteilen Sie nicht, sondern beobachten Sie, betrachten Sie! Niemand kann so sein, wie Sie ihn gern hätten - versuchen Sie darum, zu ergründen, wie er ist und warum er so ist!


23 Inwelt und Umwelt
Ein erzählender Text führt den Leser immer durch zwei Welten: Die innere Welt des Autors oder der handelnden Personen (die subjektive Welt, die kein Außenstehender sehen kann), und die äußere, die auch andere wahrnehmen können (die objektive, sinnlich erfahrbare Welt). Bleibt der Text zu lange in einer dieser beiden Welten, wird er ermüdend. Ausgewogener Wechsel (Sprung) von Inwelt zu Umwelt macht den Text lebendig .


24 Erzählzeit und erzählte Zeit
Die Dauer einer erzählten Handlung (eines Vorgangs , einer Episode) bezeichnet man als 'Erzählte Zeit'.
Die Zeit, die man zur Lektüre der betreffenden Episode benötigt, bezeichnet man als 'Erzählzeit' (bzw. die Zahl der Zeilen und Seiten der Beschreibung).
'Zehn Jahre hat Herr X auf Frau Y gewartet' - das ist ein Minimum an Erzählzeit für ein Maximum an erzählter Zeit (eine Zeile für zehn Jahre);beschreiben Sie jedoch auf zehn Seiten in aller Ausführlichkeit die Ankunft der Erwarteten, die Minute im Gang durch das Treppenhaus, dann ist das ein Maximum an Erzählzeit für ein Minimum an erzählter Zeit. Wohlüberlegter Wechsel im Verhältnis dieser beiden Zeiten (Stoff/Zeilen-Verhältnis ) - das heißt abwechselnd mal wenig Erzählzeit für viel erzählte Zeit, dann wieder viel Erzählzeit für wenig erzählte Zeit -, verleiht dem Text Relief, schützt ihn vor Monotonie und Flachheit. Dieser Wechsel ist der Atem, der Pulsschlag der literarischen Prosa.


25 Übersetzen
Wenn Sie eine Fremdsprache einigermaßen beherrschen (zumindest gut genug, daß Sie sich mithilfe eines Wörterbuchs in ihr zurechtfinden), dann sollten Sie täglich einen Satz aus dieser Sprache übersetzen - gleichviel ob aus einem Gedicht, einem Zeitungsartikel, einer Gebrauchsanweisung oder einem Gesetzestext. Es gibt keine bessere Gymnastik zur Überprüfung und zum Training des eigenen Wortschatzes und Formulierungsvermögens. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Sie für die Übersetzung eines Satzes zehnmal so viel Zeit brauchen wie für einen eigenen Satz.


26 Aufgeschnapptes
Legen Sie sich eine Sammlung von selbstgefundenen guten und schlechten Beispielen im Sinne dieser Empfehlungen und Regeln an. Halten Sie sich dabei nicht nur an Lektüre, sondern ebenso an alles, was Ihnen der Alltag zuträgt - beim Einkaufen, in einem Lokal, in der U-Bahn usw. Was uns an gesprochener Sprache ans Ohr schlägt, ist voll von Floskeln, aber auch von witzigen, originellen, poetischen Formulierungen. Notieren Sie sofort alles, was Ihnen auffällt --tragen Sie zu diesem Zweck dauernd ein Notizheft bei sich!


27 Dialekt I
Wenn Sie einen Dialekt beherrschen: Scheuen Sie sich nicht vor Anleihen daraus!


28 Dialekt II (Kontrolle)
Wenn Sie einen Dialekt beherrschen, dann lesen Sie sich ab und zu eine selbstgeschriebene Seite laut in Ihrem Dialekt vor. Wenn Sie feststellen, daß Ihr Dialekt sich gegen Ihre Sätze sträubt, dann schreiben Sie die ganze Seite so um, daß er sie annimmt (verlassen Sie sich auf Ihr Ohr! Vgl. Satz 10)


29 Absicht und Resultat
Vergleichen Sie sich nicht mit anderen. Vergleichen Sie aber immer das, was Sie geschrieben haben, mit dem, was Sie schreiben wollten.


30 Brücken bauen!
Brücken sind alle Einzelheiten, durch die etwas 'rüberkommt' - nämlich vom Verfasser zum Leser. Durch alles, was den eigenen Erfahrungen und körperlich-sinnlichen Empfindungen des Lesers entspricht, was er 'nachvollziehen', sich 'vorstellen' kann, wird das Unbekannte bekannt, das Neue vertraut. Nur ein Text, in dem ich mich selbst wiederfinde, mich spiegele, kann auch zu 'meinem' Text werden.


31 Inspiration
Warten Sie nicht darauf, sie kommt niemals von selbst.


32 Unterwerfung
Was Ihnen während des Schreibens einfällt, das müssen Sie zulassen - auch wenn es Sie von Ihrem 'Plan', Ihrem Weg abbringt und Ihnen noch so viel Zeit raubt. Sie müssen sich Ihrer eigenen Geschichte unterwerfen - wenn Sie diese Demut erlernen, dann schreiben sich Ihre Geschichten von selbst.


33 Schreibhorizont I - im Kleinen
Nützlicher Rat aus einer Flötenschule für Anfänger, der sich auch auf das Schreiben anwenden läßt: Beim Üben (Lesen der Noten, der Partitur) immer einen, besser noch: einige Takte mit den Augen den Fingern voraus sein 'Man ist besser 'drauf', fühlt sich sicherer, hat mehr Spaß, wird sozusagen getragen, wenn man bei der Niederschrift eines Satzes schon den nächsten und übernächsten 'sieht', bei der Arbeit an einem Kapitel, einem Abschnitt schon das nächste im Kopf hat - also weiß, was 'drankommt' , wenn fertig ist, was man gerade in Arbeit hat. Man hat Horizont, 'Schreibhorizont' - und wer Horizont vor sich hat, kann nicht nur sicherer wandern, sondern auch die Schwierigkeiten des Weges besser ermessen.


34 Schreibhorizont II - im Großen
Das Gleiche gilt auch für die Arbeit an einem großen Text, einem Ganzen. Goethe: 'Nach einem selbstgesteckten Ziel mit holdem Irren hinzuschweifen'. Wenn Ihr Ziel im Nebel liegt, wenn Ihr Kompaß den Nord verloren hat, werden Sie immer orientierungslos abdriften. Schreiben Sie jedoch auf ein selbstgestecktes Ziel hin - sei es auch noch so weit -, dann können auch Klippen und widrige Winde Sie nicht von Ihrem Kurs abbringen.


35 Gefahr I - Missionierung
Sie dürfen ruhig bei ihren eigenen politischen, religiösen, übersinnlichen, ökologischen und allen sonstigen Überzeugungen und Erfahrungen bleiben, aber versuchen Sie nie, ihren Leser dazu zu bekehren. Missionieren Sie nicht! (vgl. Satz 11).


36 Gefahr II - Eitelkeit
Sie ist die größte Gefahr.Versuchen Sie nie, durch Sensationelles oder durch Originalität zu imponieren, sich selber durch sprachliche, stilistische, grammatikalische Eigenwilligkeiten (Mätzchen) interessant zu machen. Kokettieren Sie nicht mit den aktuellen literarischen Themen und Moden. Was heute marktgängig ist und von der Kritik hochgejubelt wird, ist oft schon nach wenigen Jahren von anderen Themen und Moden verdrängt.

37 Gefahr III - Zusammenhänge; Rückblenden
Verzichten Sie bei der Arbeit an einer größeren Erzählung (Novelle, Roman) auf die Darstellung von Zusammenhängen; hüten Sie sich vor dem Plusquamperfekt (der Vorvergangenheit) - Rückblenden referieren meistens, ersetzen jedoch niemals die genaue Zeichnung. Beschränken Sie sich auf ein Fragment (den Ausschnitt aus einem Fragment), und arbeiten Sie es mit Sorgfalt und Genauigkeit aus.


38 Der Papierkorb
Prägen Sie sich ein, daß eine erste Niederschrift niemals etwas Fertiges sein kann. Zu Papier und Feder gehört auch der Papierkorb!


39 Gesetz und Mißachtung des Gesetzes
Sie dürfen alle Gesetze brechen, alle Regeln mißachten - aber erst dann, wenn Sie sie zu beherrschen gelernt haben.

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